Heizkesseltausch, Wartungsarbeiten


Viele Heizungen erfüllen heute nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen. Um zu überprüfen, ob dies auch auf die eigene Heizung zutrifft kann durch folgende Checkliste herausgefunden werden. Wenn ein Punkt zutrifft ist Ihre Heizung reif für eine Überprüfung, einem Austausch oder einer Nachrüstung.

  • Die geforderten Abgaswerte werden nicht eingehalten. Für Kessel bis 25 kW Leistung 11% Abgasverlust, bis 50 kW Leistung 10% und ab 50kW Leistung 9%. Der Abgasverlust ist aus dem Messprotokoll des Kaminkehrers oder des Heizungsbauers ersichtlich.
  • Austausch aller Heizkessel die vor dem 01.10.1978 eingebaut wurden bis zum 31.12.2006 auch wenn die Abgasverluste eingehalten werden.
  • Austausch aller Heizkessel die vor dem 01.10.1978 eingebaut wurden bis zum 31.12.2008 auch wenn die Abgasverluste eingehalten werden und bei dem nach dem 01.11.1996 der Brenner ausgetauscht wurde.
  • Nachrüstungen werden erforderlich wenn keine selbsttätig wirkende Regelungstechnik vorhanden ist, die den Kessel nach Zeit, Außentemperatur oder Bedarf steuert.
  • Nachrüstungen werden ebenfalls gefordert wenn keine Raumweise selbsttätig wirkende Regelung (Thermostate) der abgebenden Wärmeflächen (Heizkörper o. Fußbodenheizung mit Warmwasser durchflossen) vorhanden ist.
  • Zugängliche Armaturen und Verteilleitungen in nicht beheizten Räumen müssen ebenfalls bis zum 31.12.2006 isoliert werden. 

Für Heizungs- und Warmwasseranlagen sowie raumlufttechnische Anlagen wird durch die Energieeinsparverordnung (ENEV) eine sachgerechte Bedienung, Wartung sowie Instandhaltung der Anlagen durch Fachkundige gefordert.

Übrigens: Eine alte, oft überdimensionierte, Heizungsanlage eines durchschnittlichen Einfamilienhauses verbraucht bis zu 40% mehr an Energie, außerdem sind die Wartungskosten höher als bei einer Neuanlage. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 4000 Litern beträgt die Ersparnis z.B. bis zu 1600 Liter. Auch wenn der Schornsteinfeger der Heizanlage noch Werte bestätigt die noch im Rahmen liegen, sagt das noch nichts über die Wirtschaftlichkeit einer Anlage aus. Ein alter Heizkessel hat sehr hohe Abstrahlverluste, dies merkt man sofort wenn es im Heizraum sehr warm ist. Außerdem wird ein alter Kessel mit konstant hoher Temperatur betrieben, was gerade in den Übergangsmonaten und im Sommer, wenn nur die Warmwasserbereitung benötigt wird,  zu  hohen Auskühl- und Oberflächenverlusten führt. Der Gesamtnutzungsgrad eines alten Kessels liegt bei ca. 68%, während eine moderne Niedertemperaturheizung 95% und eine Brennwertheizung noch mehr Brennstoffausnutzung erreicht. Und wenn keine Wärme benötigt wird, schalten sie sogar ganz ab und reduzieren so den Brennstoffverbrauch.